Überlieferung
Die Sage

77. Ein großes Irrlicht bei Schleiz. 78. Jahresbericht der Gesellschaft von Freunden der Naturwissenschaften in Gera. 1864, S. 25.)
Eine eigenthümliche Lichterscheinung wurde im Herbste 1814 bei Schleiz, am Fußwege nach Löhma, beobachtet. Es war ein großes helles Licht, welches jedoch nicht immer an derselben Stelle blieb, sondern sich mitunter nach den Wehrteichen zu bewegte und von da über den Wiesengrund auf der entgegengesetzten Seite bis in die Nähe des Heinrichsbusches ging und von da wieder

zurück nach der Löhmaer Höhe, jedoch nicht immer in derselben Bahn, sondern in größeren und kleineren Abweichungen von derselben. Manche wollten gesehen haben, wie es ganz in ihrer Nähe schnell vorüberflog; Andere behaupteten sogar, es der gerade auf sie zugekommen und blitzschnell ihnen zwischen den Beinen durchgeflogen. Der Director Göll in Schleiz beobachtete es als Schüler und fand es sehr groß; es schien ihm bei 40 bis 50 Schritt Entfernung, als sähe er ein 6/4 Ellen langes Scheit Holz in seiner ganzen Ausdehnung brennen, am hellsten jedoch an beiden Enden; dabei bewegte es sich in „ungeheurer Schnelligkeit“, und er hörte ein eigentümliches Knacken und sah zugleich ein Funkensprühen.

Die Sage auf einen Blick

Verstehen und nachschlagen
Zur Überlieferung
Schauplatz
- Heutiger Ort
- Schleiz / Löhma
Historische Zuordnung
- Gebiet / Amt
- Reuß-Schleiz
Sammlung und Autor
- Autor
- Johann August Ernst Köhler
- Sammlung
- Köhler
- Werk
- Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andere alte Überlieferungen im Voigtlande
- Jahr
- 1867
- Legacy-ID
- K077
Quellen
Johann August Ernst Köhler – Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andere alte Überlieferungen im Voigtlande
