K104 · Köhler · 1867 · Oelsnitz/Vogtl.

Der Mönch im Oels’schen Hause in Oelsnitz

Im Oels’schen Haus in Oelsnitz erscheint in den Abendstunden ein eisgrauer Mönch. Er steigt aus einem alten Gewölbe, wandert durch das Haus und verschwindet wieder – ohne den Bewohnern je etwas zuleide zu tun.

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Überlieferung

Die Sage

Das historische Oels’sche Haus in Oelsnitz am Abend, während sich im dunklen Gewölbe die Gestalt eines alten Mönchs zeigt.

104. Der Mönch im Oels'schen Hause in Oelsnitz. (Mitgeth. v. Magn. Köhler in Reichenbad).)

Bor vielen, vielen Jahren lebte in der Stadt Oelsnitz ein Kaufmann namens Oels, dessen Hausgrundstück zum Kloster gehört hatte. Von diesem Haufe geht die Sage, daß sich darin zu verschiedenen Zeiten, öfter aber in den Abendstunden, ein alter, eisgrauer Mönch sehen lasse.

Bewohner des Oels’schen Hauses sitzen bei Kerzenlicht zusammen, während der eisgraue Mönch ruhig durch das Zimmer geht.

Der Mönch soll eine schwarzgraue Kutte und an seinen Füßen alte Schuhe tragen ;

Der eisgraue Mönch steht im verlassenen alten Gewölbe unter dem Oels’schen Haus in Oelsnitz.

herauskommt er aus einem alten, nicht mehr brauchbaren Gewölbe, hierauf geht er einigemal im Haufe hin und her, um endlich plötzlich zu verschwinden. Die Hausbewohner fürchten sich nicht vor ihm, denn er soll noch Niemandem etwas zu Leide gethan haben.

Die Sage auf einen Blick

Infografik zur Sage vom Mönch im Oels’schen Haus in Oelsnitz: altes Gewölbe, Erscheinung des Mönchs, sein Gang durch das Haus und sein plötzliches Verschwinden.

Verstehen und nachschlagen

Zur Überlieferung

Schauplatz

Heutiger Ort
Oelsnitz/Vogtl.

Historische Zuordnung

Gebiet / Amt
Amt Voigtsberg

Sammlung und Autor

Autor
Johann August Ernst Köhler
Sammlung
Köhler
Werk
Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andere alte Überlieferungen im Voigtlande
Jahr
1867
Legacy-ID
K104

Quellen

Johann August Ernst Köhler – Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andere alte Überlieferungen im Voigtlande

Johann August Ernst Köhler, Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andere alte Überlieferungen im Voigtlande, Leipzig 1867, Nr. 104.