Überlieferung
Die Sage

104. Der Mönch im Oels'schen Hause in Oelsnitz. (Mitgeth. v. Magn. Köhler in Reichenbad).)
Bor vielen, vielen Jahren lebte in der Stadt Oelsnitz ein Kaufmann namens Oels, dessen Hausgrundstück zum Kloster gehört hatte. Von diesem Haufe geht die Sage, daß sich darin zu verschiedenen Zeiten, öfter aber in den Abendstunden, ein alter, eisgrauer Mönch sehen lasse.

Der Mönch soll eine schwarzgraue Kutte und an seinen Füßen alte Schuhe tragen ;

herauskommt er aus einem alten, nicht mehr brauchbaren Gewölbe, hierauf geht er einigemal im Haufe hin und her, um endlich plötzlich zu verschwinden. Die Hausbewohner fürchten sich nicht vor ihm, denn er soll noch Niemandem etwas zu Leide gethan haben.
Die Sage auf einen Blick

Verstehen und nachschlagen
Zur Überlieferung
Schauplatz
- Heutiger Ort
- Oelsnitz/Vogtl.
Historische Zuordnung
- Gebiet / Amt
- Amt Voigtsberg
Sammlung und Autor
- Autor
- Johann August Ernst Köhler
- Sammlung
- Köhler
- Werk
- Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andere alte Überlieferungen im Voigtlande
- Jahr
- 1867
- Legacy-ID
- K104
Quellen
Johann August Ernst Köhler – Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andere alte Überlieferungen im Voigtlande
Johann August Ernst Köhler, Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andere alte Überlieferungen im Voigtlande, Leipzig 1867, Nr. 104.
