Überlieferung
Die Sage

110. Die Jungfrauen des Breiten- und Röthelsteins bei Beerheide. (Mitgeth. v. Lehrer Gottlieb Kaifer in Beerheide.)
An den Breiten und Röthelstein knüpft man folgende Sage: Im grauen Alterthume sollen von Ellefeld aus zwei alte Jungfrauen hierher verbannt worden sein, die noch jetzt ihr Wesen in dieser Gegend treiben.

Denn bald fahren dieselben in feuriger Kutsche mit dergleichen Rossen bespannt vom Breitenstein über den Göhlenbach zum Röthelstein, der dann seine Thore öffnet und sie aufnimmt.

Bald gehen dieselben in schwarzen Kleidern um den Röthelstein spazieren, bald findet man dort die schönsten Silber: und Kupfermünzen, die, wenn man sie aufgehoben und in die Tasche gebracht hat, aus derselben wieder verschwinden.
Die Sage auf einen Blick

Verstehen und nachschlagen
Zur Überlieferung
Schauplatz
- Heutiger Ort
- Beerheide (Auerbach/Vogtl.)
Historische Zuordnung
- Gebiet / Amt
- Amt Plauen
Sammlung und Autor
- Autor
- Johann August Ernst Köhler
- Sammlung
- Köhler
- Werk
- Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andere alte Überlieferungen im Voigtlande
- Jahr
- 1867
- Legacy-ID
- K110
Quellen
Johann August Ernst Köhler – Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andere alte Überlieferungen im Voigtlande
Quelle: Johann August Ernst Köhler, Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andere alte Überlieferungen im Voigtlande, 1867, Nr. 110 „Die Jungfrauen des Breiten- und Röthelsteins bei Beerheide“. Originaltext 1:1 nach dem gegen die Quelle geprüften Datensatz K110. Kartenhinweis: Der Kartenpunkt markiert den Röthelstein bei Beerheide, einen der beiden ausdrücklich in der Sage genannten Felsen. Die Überlieferung verbindet ihn mit dem Breitenstein und dem Weg der Jungfrauen zwischen beiden Felsformationen; eine exakte Route ist damit nicht bezeichnet.
