K164 · Köhler · 1867 · Reichenbach im Vogtland

Feuersegen in Reichenbach

Im Haus des Rothen Schmidt am Reichenbacher Anger findet eine fahrende Gruppe gastliche Aufnahme. Zum Dank wird dem Haus ein Feuersegen zugesprochen – und fortan soll kein Brand es erreichen; nach manchen Erzählungen steht sogar der ganze Anger unter diesem Schutz.

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Überlieferung

Die Sage

Eine fahrende Familie findet am Reichenbacher Anger gastliche Aufnahme in einem Wohnhaus.

164. Feuersegen in Reichenbach. (Mündlich.)

Von Rothen Schmidts Haus im Anger wird erzählt, daß dasselbe einst Zigeuner beherbergt habe. Daher schreibt sichs, daß über dieses Haus das Feuer nicht kommt.

Zum Abschied wird dem gastfreundlichen Haus am Reichenbacher Anger ein Feuersegen zugesprochen.

Auch soll nach Einigen der ganze Anger gegen das Feuer geschützt sein.

Während in der Umgebung Feuer und Rauch aufsteigen, bleibt das Haus am Reichenbacher Anger unversehrt.

Anmerk. Daß Zigeuner über ein Haus, in dem sie gastlich aufgenommen wurden, den Feuersegen aussprachen, findet man auch in Budissin und in Neubrunn in Franken. (Haupt, Sagenbuch, S. 201. 202.)

Die Sage auf einen Blick

Visuelle Zusammenfassung der Reichenbacher Feuersegen-Sage mit Gastfreundschaft, Segnung des Hauses und dem Schutz vor Feuer.

Verstehen und nachschlagen

Zur Überlieferung

Schauplatz

Heutiger Ort
Reichenbach im Vogtland

Historische Zuordnung

Gebiet / Amt
Amt Plauen

Sammlung und Autor

Autor
Johann August Ernst Köhler
Sammlung
Köhler
Werk
Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andere alte Überlieferungen im Voigtlande
Jahr
1867
Legacy-ID
K164

Quellen

Johann August Ernst Köhler – Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andere alte Überlieferungen im Voigtlande

Johann August Ernst Köhler, 1867, Nr. 164. Mündlich.