K165 · Köhler · 1867 · Marieney (Mühlental)

Feuersegen in Marieney

In Marieney steht ein Haus in Flammen. Herr von Mangoldt umreitet das brennende Gebäude dreimal und spricht den Feuersegen – der Brand erlischt, doch das gebannte Feuer verfolgt den davonreitenden Mann.

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Überlieferung

Die Sage

Während ein Haus in Marieney brennt, reitet Herr von Mangoldt zum Brandort heran.

165. Feuersegen in Marienei. (Mitgetheilt vom Lehrer Bräcklein in Marienei.)

In Marienei war ein Haus in Brand gerathen. Da ritt der Herr von Mangoldt auf Schilbach herunter, umritt das brennende Haus dreimal und sprach den Feuersegen, — und siehe da!

Herr von Mangoldt umreitet das brennende Haus in Marieney zum dritten Mal und spricht den Feuersegen.

Der Brand hörte auf, aber das Feuer verfolgte den fortreitenden v. Mangoldt.

Nach dem erloschenen Brand reitet Herr von Mangoldt davon, während ihm das gebannte Feuer auf dem Weg folgt.

Anmerk. In Sangerhausen wurde ein Haus, obwol es rings brannte, von dem Feuer verschont, weil ein Reiter auf einem weißen Rosse herbeisprengte und das Haus umritt, indem er gewisse Sprüche murmelte und allerlei Zeichen beschrieb. (Witzschel, Sagen aus Thüringen, S. 254.)

Die Sage auf einen Blick

Visuelle Zusammenfassung der Marieneyer Feuersegen-Sage mit brennendem Haus, dreifachem Umreiten, erlöschendem Brand und dem Feuer, das dem Reiter folgt.

Verstehen und nachschlagen

Zur Überlieferung

Schauplatz

Heutiger Ort
Marieney (Mühlental)

Historische Zuordnung

Gebiet / Amt
Amt Voigtsberg

Sammlung und Autor

Autor
Johann August Ernst Köhler
Sammlung
Köhler
Werk
Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andere alte Überlieferungen im Voigtlande
Jahr
1867
Legacy-ID
K165

Quellen

Johann August Ernst Köhler – Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andere alte Überlieferungen im Voigtlande

Johann August Ernst Köhler: Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andre alte Ueberlieferungen im Voigtlande, Leipzig 1867, Nr. 165 „Feuersegen in Marienei“.