Überlieferung
Die Sage

181. Der Goldmacher im Neuendorfer Schlosse. (Jul. Schanz in Gräßes Sagenschatz Nr. 593.)
Zur Zeit des 30jährigen Krieges besaß das Schloß zu Neuendorf ein Herr, der in dunkler Kammer Säuren und Metalle mischte, um den Stein der Weisen zu finden und Gold zu machen.

Da glaubte er eines Tages dem ersehnten Geheimnisse auf der Spur zu sein. Schon wogte das Gold im Kessel, da erhob sich eine gewaltige Windsbraut, höher und immer höher flackerte das Feuer, von dem Unhold geschürt, bis es das Innere in Brand steckte.

Vergebens suchte er es zu löschen, vergebens ihm zu entrinnen. Er selbst erstickte in der Gluth und mit ihm sank das halbe Schloß in Staub und Asche.
Die Sage auf einen Blick

Verstehen und nachschlagen
Zur Überlieferung
Schauplatz
- Heutiger Ort
- Neundorf (Plauen)
Historische Zuordnung
- Gebiet / Amt
- Amt Plauen
Sammlung und Autor
- Autor
- Johann August Ernst Köhler
- Sammlung
- Köhler
- Werk
- Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andere alte Überlieferungen im Voigtlande
- Jahr
- 1867
- Legacy-ID
- K181
Quellen
Johann August Ernst Köhler – Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andere alte Überlieferungen im Voigtlande
Nach Johann August Ernst Köhler, Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andere alte Überlieferungen im Voigtlande (1867), Nr. 181. Köhler nennt Jul. Schanz in Gräßes Sagenschatz, Nr. 593, als Vorlage. Der Brand und das Goldmachen gehören zur Sagenüberlieferung; ein historischer Nachweis wird damit nicht behauptet.
