K262 · Köhler · 1867 · Mylau (Reichenbach im Vogtland)

Der Hirschstein bei Mylau

Kaiser Karl IV. soll bei Mylau einen Hirsch bis auf einen gewaltigen Felsen gejagt haben. In seiner Todesangst stürzt sich das Tier hinab in die Göltzsch – und gibt dem Hirschstein seinen Namen. Selbst ein geheimer Gang zur Burg soll dort verborgen liegen.

Sagenort ansehen

Überlieferung

Die Sage

262. Der Hirschstein bei Mylau. (Mündlich.)

Es wird erzählt, daß der Hirschstein, welcher sich schroff am rechten Ufer der Göltzsch, eine Viertelstunde oberhalb Mylau erhebt, seinen Namen davon erhalten habe, daß einst Kaiser Karl IV., der sich öfter auf seinem Jagdschlosse Mylau aufhielt,

Kaiser Karl IV. verfolgt der Sage nach mit einer Jagdgesellschaft einen Hirsch durch das Göltzschtal bei Mylau.

einen Hirsch verfolgte,

Der gejagte Hirsch steht am Rand des steilen Hirschsteins über der Göltzsch.

bis sich derselbe von genanntem Felsen hinab in die Göltzsch gestürzt habe.

Der Hirsch springt vom hohen Felsen des Hirschsteins hinab zur Göltzsch und entkommt der Jagd.

Auch sagt man, daß von dem Schlosse Mylau bis an den Hirschstein ein unterirdischer Gang führen soll.

Anmerk. Ueber den Namen Hirschstein s. früher unter den Bergnamen etc.

Die Sage auf einen Blick

Visuelle Zusammenfassung der Sage von der Hirschjagd am Hirschstein und dem sagenhaften unterirdischen Gang zur Burg Mylau.

Verstehen und nachschlagen

Zur Überlieferung

Schauplatz

Heutiger Ort
Mylau (Reichenbach im Vogtland)

Historische Zuordnung

Gebiet / Amt
Amt Plauen

Sammlung und Autor

Autor
Johann August Ernst Köhler
Sammlung
Köhler
Werk
Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andere alte Überlieferungen im Voigtlande
Jahr
1867
Legacy-ID
K262

Quellen

Johann August Ernst Köhler – Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andere alte Überlieferungen im Voigtlande

Johann August Ernst Köhler: Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andere alte Überlieferungen im Voigtlande, 1867, Nr. 262 „Der Hirschstein bei Mylau“.